Live Review: Biffy Clyro – Hamburg 2016


Event:

Biffy Clyro - Lonely the Brave Tour

Ort:

Alsterdorfer Sporthalle, Hamburg

Datum:

08.11.2016

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Der beste Weg das Wochenende einzuläuten ist es doch, gemeinsam mit Freunden auf ein Konzert zu gehen, Musik zu genießen und in Partystimmung zu kommen. So sahen das auch rund 7000 Leute am 04.11.2016, die sich auf den Weg zu Biffy Clyro machten.
Leider mussten THE HUNNA als Support kurzfristig absagen, so startete das Spektakel mit nur einer Vorband um 19:50 Uhr. LONELY THE BRAVE, die musikalisch durchaus dem ein oder anderen sehr gut gefielen, sind in 2013 gegründet worden und stammen aus Cambridge (England). Die vierköpfige Formation animierte das Publikum mitzumachen und überzeugen mit solider Rockmusik. In einem Interview auf powermetal.de sagte Frontmann David Jakes, dass ihre Musik Einflüsse von beispielsweise Funeral for a Friend und Biffy Clyro enthält – die musikalische Verwandtschaft ließ sich auf keinen Fall leugnen. Einzig die Ausleuchtung war nicht so berauschend, akustisch hingegen konnte man nichts aussetzen.

Setlist
01. Black Mire
02. Dust and Bones
03. River River
04. Jaws Of Hell
05. The Blue, the Green
06. Strange Like I
07. Trick of the Light
08. Backroads
09. Call Of Horses

Es ist stockfinster, die Spannung knistert in der Luft, als ein Kinderchor auf einmal ertönt und es es gleißend hell wird und Biffy Clyro loslegen! „Wolves Of Winter“ eröffnet das Konzert in Hamburg und die 7.000 Leute in der Sporthalle erkennen den ersten Song des neuen Albums „Ellipsis“ bereits beim ersten Ton sofort und steigen direkt in den Gesang ein.
BIFFY CLYRO sind mit ihrem neuen und gleichnamigen Longplayer zur Tour „Ellipsis“ ganz weit oben in ser Szene angekommen. Die Radiostationen spielen die aktuellen Songs rauf und runter und auch eine ausverkaufte Sporthalle zeugen von großer Beliebtheit, ebenso beim deutschen Publikum.
Ihr Songs sind zu Hymnen geworden, sie füllen mittlerweile große Hallen und sind Headliner auf bekannten Festivals. Ihre Erfolgsgeschichte ist phenomenal und, wie man jetzt live sehen kann, zu 100% gerechtfertigt.
Die zweistündige Darbietung entwickelt sich zu einer großartigen Partynacht. Alle tanzen, ein Moshpit jagt den nächsten. Die Fans sind völlig euphorisiert und belohnen Biffy Clyro mit tosendem Applaus. Die Abwechslung in den 2 Stunden musikalischer Vielfalt sucht seinesgleichen. Die Band hämmert, verausgabt sich, rockt progressiv und nimmt die komplette riesige Bühne ein. Aber auch ruhige, nachdenkliche Balladen finden ihren Platz im Set, der Rock wandelt sich zu melodiöser Ohrwurm-Pop.
„Guten Abend, Hamburg! Wie geht’s? Es fühlt sich wunderbar an, wieder hier zu sein!“, sagt Sänger und Gitarrist Simon. Er, James und Ben spielen wie immer oberkörperfrei – zu Freude der doch leicht in der Oberzahl anwesenden Frauen. Die Band betont mehrmals ihre Verbundenheit zu Hamburg. Denn sie haben bereits im Molotov, Knust und den Docks gespielt.

Die Songauswahl ließ keine Wünsche offen. Ein guter Mix aus den letzten Studioalben, inklusive aller Biffy Clyro Lieglings.Hymnen. Die Fans heulten wie die Wölfe, unterstützen in jedem Chorus und ergänzten Lyriczeilen ohne weitere Aufforderungen. Die Interaktion mit dem Publikum sah sehr vertraut und intuitiv aus, wurde von den Besuchern mit einer ebenso großen Leichtigkeit erwidert.
Nach bereits 23 großartigen Songs holten Biffy Clyro noch einmal zum Zugabenschlag aus und boten 3 weitere fabelhafte Alltime-Klassiker.
Die Chöre im Publikum bei „The Captain“ waren fantastisch und zauberten allen Bandmitgliedern ein Lächeln ins Gesicht. Hamburg war ein großartiges Publikum und wurde mehrfach von Simon gelobt.
Das Schlusslicht bot „Stingin Belle“ und ein letztes Mal feierten die über alle Maße zufriedenen Fans eine absolut kompromisslos großartige Darbietung.

Setup: Simon Neil (guitar, lead vocals), James Johnston (bass, vocals) and Ben Johnston (drums, vocals)

Setlist
01. Wolves of Winter
02. Living Is a Problem Because Everything Dies
03. Sounds Like Balloons
04. Biblical
05. Spanish Radio
06. Howl
07. In the Name of the Wee Man
08. Bubbles
09. Herex
10. Black Chandelier
11. Friends and Enemies
12. That Golden Rule
13. Re-Arrange
14. Wave Upon Wave Upon Wave
15. Medicine
16. Different People
17. Mountains
18. On a Bang
19. 9/15ths
20. Animal Style
21. Many of Horror
22. Whorses
23. Machines
Encore:
24. The Captain
25. People
26. Stingin‘ Belle