Review: Marilyn Manson – Heaven Upside Down Tour 2017


Event:

THE HEAVEN UPSIDE DOWN TOUR

Ort:

Alsterdorfer Sporthalle, Hamburg

Datum:

16.11.2017

Gallery: Marilyn Manson @2017-11-16 Hamburg
Gallery: Amazonica @2017-11-16 Hamburg

 

 

Am Abend des gestrigen 16. Novembers spielte Marilyn Manson das erste Deutschlandkonzert im Rahmen seiner Tour zum aktuellen Album „Heaven Upside Down“. Im Vorprogramm versuchte DJane Amazonica mit ihrem Set die Stimmung anzukurbeln. Der ein oder andere ältere Klassiker animierte zum Mitwippen und hob die Stimmung an. Voller Vorfreude auf Marilyn Manson war mit dem Mix nach rund 45 Minuten aber Schluss.

Schon als die Bühne noch verhangen mit einem schwarzen Vorhang war, schrien die Fans den Namen des Großmeisters. Das Intro „The End“ von The Doors leitet den Abend ein. Phrenetisch riefen Sie nach ihm und nach einem langen akustischem Intro fiel endlich der Vorhang.

Ein schlichtes aber wirkungsvolles Bühnenbild offenbarte sich dem Publikum.
Manson saß, geschuldet durch einen dicken geschienten Gips am Fuß, in seinem Thron und eröffnete den Abend mit „Revelation #12“

Aufgrund seiner Verletzung war er etwas immobil auf der Bühne – doch für dieses Problem hatte man sich etwas einfallen lassen! Der Start im Thron, welcher sich als elektrischer Rollstuhl mit Special Features entpuppte, wurde ergänzt von Zuhilfenahme einer rollenden Beinablagevorrichtung, damit er am Mikrofon stehen konnte und das Bein entspannt im 90-Grad-Winkel auf dem Gerät ablegen konnte. Weiterhin kamen immer wieder zwei als Ärzte in grünen Kitteln Verkleidete mit Mundschutz zum Einsatz, die ihn beim Bewegen auf der Bühne unterstützten.

Man muss wirklich anerkennen, dass es im Vergleich zu manch anderen Shows die man so von ihm kennt, wirklich toll war. Stimmlich war er gut, machte wenig Pausen, beleidigte die Fans nicht und hatte sichtlich Spaß an der Vorstellung. Das Licht war natürlich zentral auf den Meister gerichtet (seine Band bekam entsprechend wenig Licht ab).
Viele Kostümwechsel sorgten für optische Abwechslung: Bei „Dopeshow“ erschien er im Federkleid, bei „Sweet Dreams“ im OP-Kittel auf eine Trage gebettet. Das Publikum dankte den Einsatz mit Moshpits und Applaus, ebenso mit Sprechchören bei „You say God, I say Satan!“.

Nach zwei Zugaben war das Ende etwas abrupt und viele fragten sich: „War´s das?“. In der Tat, denn ohne ein weiteres Wort warf Marilyn Manson das Mikro zu Boden und verließ, gestützt von den „Ärzten“ die Bühne.

Am Ende bleibt festzustellen, dass es 70 Minuten reine Spielzeit waren, die professionell durchgezogen und abwechslungsreich mit alten und neuen Songs geschmückt wurden.

Setlist:
01. Revelation #12
02. This Is the New Shit
03. Disposable Teens
04. mOBSCENE
05. Kill4Me
06. Deep Six
07. The Dope Show
08. Sweet Dreams (Are Made of This) (Eurythmics Cover)
09. Tourniquet
10. We Know Where You Fucking Live
11. Say10
12. The Beautiful People
Encore:
13. Cruci-Fiction in Space
14. God’s Gonna Cut You Down (Johnny Cash Song)

Marilyn Manson weiterhin in Deutschland, präsentiert von Sonic Seducer:
18.11. München, Zenith
20.11. AT-Wien, Gasometer
23.11. CH-Zürich, Samsung Hall
25.11. Berlin, UFO im Velodrom
29.11. Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle